Ab jetzt alle weiteren News auf meiner Facebook-Seite!

Ich habe keine Zeit mehr, diesen Blog zu pflegen und doppelt und dreifach mit Content zu füttern.
Wer über weitere Neuigkeiten aus meinem kreativen Leben und Tun auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich an meine Facebook-Seite dranhängen:
HIER GEHT ES ZU MARTIN TAZLS FACEBOOK-PROFIL …

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Werbeagentur TazlThielen @ FACEBOOK

Hier finden Sie meine Firma, die Werbeagentur TazlThielen Kommunikation GmbH auf FACEBOOK: www.facebook.com/tazlthielen

Re-Launch unserer Agentur-Website

Ich freue mich, den Re-Launch unserer Agenturwebsite bekanntgeben zu können!

JETZT SELBST ENTDECKEN: www.TazlThielen.de

Zum Fall “Mirco”

Seit der öffentlichen, medial spürbaren Fahndung nach dem Mörder des Jungen Mirco wurden auch die Frage nach der Art des Auftretens des Kriminakhauptkommisars Ingo Thiel und stetig wachsende Zweifel in der Öffentlichkeit lauter. Viele Besserwisser erklärten per Leserbriefe wie die Polizei ihre Arbeit besser machen sollte statt der wahrnehmbaren Arbeit, die sie nunmal erledigte.
Diesen Zweiflern dürfte mit der Lösung des Falls Mirco die Grundlage des Misstrauens entzogen worden sein.

Das Ergebnis der monatelangen Ermittlungsarbeit ist herausrangend, es ist beeindruckend, es rührt … und es befreit in vielerlei Hinsicht. Jeder im Lande hat mit den Eltern des Opfers mitgefühlt, manche mitgelitten. Diese haben nun wenigstens eine Gewissheit und somit eine “Grundlage”, ihre Trauerarbeit richtig zu beginnen und zu erlernen, damit umzugehen. Dem armen Jungen widerfährt posthum Gerechtigkeit, indem der Mann gefasst wurde, der ihn tötete und verscharrte. Sein Verschwinden bleibt somit als keine ungeklärte Frage in Gedanken aller zurück, die dieser Fall beschäftigte. Und nicht zuletzt stärkt der Verlauf der Ermittlungen mit dem anschließenden Ergebnis, die zur Festnahme des Täters am vergangenen Mittwoch führte, auch das Vertrauen in unsere Polizei.

Es gibt immer noch Stimmen, die sich fragen, warum die Ermittlungen monatelang dauern mussten bis Mirco und Mörder gefunden wurden. Es ist gut, dass beide überhaupt gefunden werden konnten. Und dass diese Suche im Heuhaufen keine einfache Aufgabe werden würde, muss doch jedem von Anfang an klar gewesen sein.
Auch sind viele Berichte über das öffentliche (häufige) Auftreten der Ermittler, allen voran KHK Ingo Thiel mit zweifelhafter Rhetorik im Umlauf gewesen. Öffentliche Zuspitzung erstaunlicherweise speziell gegen den/die, die bemüht sind, diesen Fall aufzuklären.
War es richtig, dass Ermittler Thiel so auftrat wie er es tat? War es richtig (laut Meinung vieler), “große Töne” zu spucken? Sätze wie “Ich verspreche, wir kriegen ihn”, “die Schlinge zieht sich zu”, “Wenn wir den richtigen VW Passat haben, haben wir auch den Täter” in der Öffentlichkeit/in den Medien zu sagen und immer wieder zu wiederholen?

Ja, defintiv ja. Es war ganz klar richtig, so vorzugehen.

Man muss sich doch nur mal die Berufsbiografie und die Reputation des SOKO-Leiters Thiel anschauen, dann wird man erkennen: der Mann ist ganz klar kein Anfänger und hat zudem eine Aufklärungsquote von knapp 100% in 30 Dienstjahren – der weiss besser als andere wann und wie er was wo sagen kann und wann und wo er sich mit Aussagen zurückhält.

Wenn ein Täter sich nach so einer Tat in sein “normales” Leben zurückbegibt, wird er trotzdem weiterhin über die Medien den Fortgang des Falls mitverfolgen, denn er hofft, einen Informationsvorteil daraus zu ziehen, um eben weiterhin unentdeckt bleiben zu können. Also ist der Umgang mit den Medien und mit der Öffentlichkeit ebenso auch ein taktisches “Werkzeug” für die Polizei. Wiederkehrende Sätze des “Jägers” Thiel wie in diesem Fall sind auch eine Form der Kommunikation mit dem Täter. Denn die Ermittler haben KEINE andere Möglichkeit, diesem unentdeckten Täter psychologisch auf die Pelle zu rücken.
Die stoische Beharrlichkeit des Ermittlers Thiel, an diesem Fall dranzubleiben und “damit einzuschlafen und aufzuwachen” ist pure Authentizität: er unterstreicht/beweist, dass er genauso meint was er da in überlegter Form sagt. In der deutschen, spröden Realität wird so etwas sofort in Zweifel gezogen und man fragt sich “Muss sowas denn sein ..?”
Ja, es MUSS sein. Wenn es hilft, dem Täter habhaft zu werden und einen schlimmen Kriminalfall aufzuklären, muss auch sowas möglich sein – und noch mehr.

Die mediale Präsenz der Ermittler hatte im Hintergrund diese Absicht: dem Täter ein greifbares Gesicht seines “Jägers” zu geben (“Täter, schau Dir an wie ich aussehe, denn genau ich bin hinter Dir her”), dem Täter unmissverständlich in klarsten Worten zu sagen: “Wir sind eine große Gruppe von sovielen Kräften, die dich fangen wollen, wie sonst in keinem Fall und wir kriegen genau Dich”) und eine klare Botschaft an die Öffentlichkeit: An der Polizei wird oftmals gezweifelt, aber wenn es drauf ankommt, dann gibt es immer noch ehrliche und authentische Typen, die sich wahrhaft mit allem dafür einsetzen, dass Gerechtigkeit geschieht.

Man sollte herausragende Arbeit mit herausragenden Ergebnissen auch besonders hervorheben und schlichtweg loben. Herzlichen Glückwunsch an KHK Ingo Thiel und an alle Kräfte in seinem Team. Danke, dass Ihr Euch echt die Hintern abarbeitet, über eigene Grenzen und neue Wege geht und Euch von Gegenwinden nicht von der Spur abbringen lasst, wenn uns Bürgern mal was richtig Schlimmes passiert.

Thiel erwähnte kürzlich in einem TV-Interview, dass sein Team aus “positiv Bekloppten” bestünde. Die Bürger sollten froh sein, dass es solche Typen wie ihn gibt. Wahnsinnige Fälle wie dieser verlangen nämlich “wahnsinnige” Gegengeister. Geister, die anders denken und unbekannte Wege gehen wollen, um zum Ziel zu kommen.

Das haben sie getan und sie hatten damit einfach Recht. Herzliche Gratulation.

Springendes Schaf für KBS

Von der Idee zum Fotoshooting

WAZ-Artikel (2009)

„Eine gute Website ist zeitlos“

Duisburger Werbeagentur: neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten
„Gesamt-integrative Kommunikation“, verspricht Martin Tazl den Kunden, von „ganzheitlichen Lösungen“ spricht sein Partner Ingo Thielen. Beide sind Geschäftsführer von TazlThielen, einer so genannten „Full Service- Werbeagentur“. Full Service, das heißt Rundumpaket. Die Duisburger machen – mit dem Schwerpunkt Business-to-Business- Kommunikation – Werbung in sämtlichen Medien, klassisch wie modern.

Dabei darf es auch mal ungewöhnlicher werden: Aushängeschild der Agentur sind die grellbunte „Zink my Roof“ – Kampagne für Rheinzink und Tazls Webdesign für die US-Band Limp Bizkit vor Jahren. Tazl ist der kreative Kopf der Agentur, entwirft Illustrationen, Websites und alles, was dazwischen liegt. Thielen zeichnet für die Kundenberatung verantwortlich.

Technische Entwicklungen stellen die Agentur laufend vor neue Herausforderungen und Möglichkeiten – wie Podcasts, Youtube-Videofilme und Suchmaschinenplatzierungen. Das sind neue Plattformen, auf die ihre Werbung ausgeweitet werden kann. „ Bei uns steht die Idee im Vordergrund, die ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Thielen. Das Medium, in dem die Idee letzten Endes realisiert wird, wird dann fast zur Nebensache.

1998 haben sich die Geschäftsführer kennengelernt, fünf Jahr später ihre Agentur gegründet. Sieben Köpfe zählt das Team von TazlThielen, ein Netzwerk von freien Mitarbeitern oder „Freelancern“ gehört dazu. „Bei uns geht es eigentlich stetig bergauf“, meint Thielen. Von der Wirtschaftskrise bekomme man zwar durch die Kunden etwas mit, sei aber selbst nicht betroffen.
„Natürlich kommt es zu einer Verschiebung in den Marketing-Töpfen“, erklärt er. Die Firmen wollten möglichst wenig Geld in möglichst kreative Ideen investieren. Da hilft es, wenn man auf Nachhaltigkeit setzt. „Eine gute Website ist eine zeitlose Website“, lautet das Motto von TazlThielen.

Und wie wirbt eine Werbeagentur für sich selbst? „Wir behandeln uns wie einen eigenen Kunden. Allerdings wie einen, der sehr viel Verständnis und Geduld hat“, schmunzelt Martin Tazl. Das Re-Design des eigenen Internet-Auftritts steht seit Anfang des Jahres auf dem Plan, „bleibt aber leider neben den anderen Aufträgen ein bisschen liegen.“ Aber so lang das Geschäft läuft…

Seit über zehn Jahren arbeiten die kreativen Köpfe in einem Team der Werbeagentur TazlThielen zusammen. Vor allem Nachhaltigkeit sollte gute Werbekampagnen auszeichnen. In einem gleichen sich Kundenwünsche häufig: gute Ideen für wenig Geld.
WAZ, Lisa Radel

Artikel über mich im YAM-Magazin (2003)

„Ich arbeite für Fred Durst“

Made in Germany: Auch Limp Bizkit-Boss Fred Durst schätzt deutsche Wertarbeit! Für die LB-Homepage machte er deshalb jetzt gemeinsame Sache mit einem Webdesigner aus Duisburg.

Der Fremde am Telefon hielt sich nicht lange mit Vorreden auf. Auf englisch sagte er: „Hi, hier ist der Manager von Limp Bizkit. Hast du Bock, unsere Homepage zu gestalten?“ Mit so einem Anruf hatte Martin Tazl (30) nun wirklich nicht gerechnet.
Dabei hatte er sich extra einen Arbeitsplatz ausgesucht, der voller Möglichkeiten steckt: das World Wide Web (www) – das weltweite Netz.
Hier tummeln sich Milliarden von Homepages, gefüllt mit Bildern, Informationen, Spielen, Filmen, Musik usw. Und jede hat ihr eigens Design. Während sich private Anwender meist mit einem einfachen Look zufrieden geben (weil ihnen die nötigen Kenntnisse für die Gestaltung fehlen), müssen sich Firmen, Magazine und Promis schon mehr ins Zeug legen. Denn auf ihren Homepages sollen sich möglichst viele Leute nicht nur informieren und miteinander kommunizieren, sondern auch Ihren Spaß haben.

Wer keinen ansprechenden Look bietet, wird von gelangweilten Usern schnell weggeklickt. Damit das nicht passiert, braucht man Webdesigner – solche wie Martin Tazl.

Der Beruf ist nicht leicht. Neben einer großen Portion Kreativität und Programmier-Kenntnissen braucht man dafür vor allem eines: Auftraggeber. Und wenn sich eine der erfolgreichsten Nu-Metal-Combos bei einem Webdesigner aus Duisburg meldet, ist das schon ein kleines Wunder – oder das Ergebnis guter Arbeit.

Noch heute schmunzelt Tazl über den Anruf, der ihn im Juli 2003 erreichte. Wie war die Band ausgerechnet auf ihn gekommen? Der Manager klärt ihn auf: „Fred lädt sich schon seit einiger Zeit Bildschirmhintergründe von deiner Homepage. Er ist ein richtiger Fan von dir!“

Ein Freund von Fred hatte ihm die Seite empfohlen (www.tazl-design.com), auf der Tazl neben seiner Arbeit auch kostenlose Desktop Screens (Bildschirmhintergründe) anbietet – entstanden auf seinem Laptop. Der tragbare Computer steht in Martins Wohnzimmer, seinem Arbeitsplatz. Nach einem verpatzten Abitur machte er erst eine Ausbildung als Druckvorlagenhersteller und entwarf schon damals Designs für Internet-Seiten, CD-ROMs und Print-Produkte. Schließlich wurde er Leiter der Kreativabteilung einer Multimedia-Agentur.

Heute ist Martin selbstständig. Nach dem Anruf vom LB-Management informierte er sich schnell über die Band. „Natürlich war mir Fred Durst ein Begriff, aber privat höre ich ganz anderen Sound. Damals wusste ich nicht, wie berühmt die Jungs wirklich sind.“ Freunde klärten ihn auf: 30 Millionen Platten verkauft, erfolgreiche Welttourneen, mehr als hunderttausend Homepage-Besucher jeden Monat – das sind Limp Bizkit (dt.: weicher Keks). Plus ein Frontmann, der sich nach außen gern als lauter, pöbelnder Rocker gibt. Tazl lernte ihn jedoch anders kennen. „ Anfangs hatten wir nur per mail Kontakt. Als das Projekt erste Fortschritte machte, besorgten Fred und ich Webcams und verabredeten uns zu Video-Chats, um meine Ideen und seine Wünsche miteinander besprechen zu können. Er ist ziemlich cool und – wenn er will – sehr freundlich.“

Die übrigen Infos, die er fürs neue Design der LB-Homepage brauchte, holte sich Martin direkt an der Quelle: bei den Fans. Im LB-Diskussionsforum fragte er nach besonderen Wünschen. Danach konnte er sich vor Mails kaum retten. „Fotos, Screensaver und Songs standen ganz oben auf der Wunschliste.“

Trotz der vielen Gespräche mit Fred Durst – wegen der Zeitverschiebung meist frühmorgens oder spätabends – gab es bisher noch keinen persönlichen Kontakt. Die einzige Gelegenheit wäre ein Konzert von Limp Bizkit im August auf dem Terremoto-Festival gewesen, nur 60 Kilometer von Duisburg entfernt. „Aber damals musste ich Tag und Nacht arbeiten, damit alles rechtzeitig fertig wird“, erklärt Tazl. Deadline war der 22. September 2003, der Tag, an dem das aktuelle LB-Album „Results May Vary“ erschien. Gerade mal einen Monat Zeit hatte Tazl für die Planung und Gestaltung. Normalerweise braucht ein Webdesigner zwei bis dreimal so lang.

Obwohl die neue Seite längst online ist, treffen sich Martin und Fred auch heute noch im Video-Chat. „Gemeinsam entwickeln wir die Homepage immer weiter. Die Zeit war damals einfach sehr kurz“, erklärt der Webdesigner. „Inzwischen erzählt mir Fred sogar Storys aus seinem Privatleben. Das ist ziemlich spannend. Vielleicht treffe ich ihn ja doch irgendwann mal persönlich.“

Kumpels sind der Weltstar und der Mann aus Duisburg schon jetzt.
YAM! Nr. 4 14. Januar 2004

Buchauszug von Winfried W. Weber mit einem Artikel über mich

INNOVATION DURCH INJUNKTION

Auszug aus dem Buch von Winfried W. Weber

INNOVATION DURCH INJUNKTION

Über die Resonanz deutschsprachiger Führungskräfte auf den Managementphilosophen Tom Peters

Verlag Sordon, Göttingen Mehr Infos unter www.managementdenker.de

Auszug aus Kapitel 10:

Martin Tazl, freiberuflicher Webdesigner, erhält Anrufe wie diesen: “Hi, hier ist der Manager von Limpbizkit. Hast Du Bock, unsere Homepage zu gestalten?”

Dass sich eine der erfolgreichsten Nu-Metal-Combos bei einem Freelance- Designer aus Duisburg meldet, ist das Ergebnis harter Arbeit. Wie war die erfolgreiche US-Band mit 30 Millionen verkauften Platten ausgerechnet auf ihn gekommen? Der Manager klärte ihn auf: “Fred lädt sich schon seit einiger Zeit Bildschirmhintergründe von Deiner Homepage. Er ist ein richtiger Fan von Dir.”

Ein Freund von Fred hatte ihm die Seite empfohlen, auf der Tazl neben seiner Arbeit auch kostenlose Desktop-Screens anbietet, entstanden auf seinem Mac. Der Laptop steht in Tazls Wohnzimmer, seinem Arbeitsplatz, dessen Einrichtungs-Stil an den 70er Jahre-Filme erinnert, an Clockwork Orange von Stanley Kubrick und der Schattentänzerin von James Bond.

Tazl machte nach einem geschmissenen Abitur erst eine Ausbildung als Druckvorlagenhersteller und entwarf schon damals Designs für Internet-Seiten. Schließlich leitete er die Kreativabteilungen verschiedener Multimedia-Agenturen bis er sich nach deren Insolvenz selbständig machte.

Tazl liest Peters, um Bestätigung für seinen Weg des Brand you zu finden. Diese Peters-Idee und die Re-inventing Work Kampagne haben es Tazl angetan. Peters „Brand you – fifty ways to transform yourself from an  ́employee ́ into a brand that shouts distinction, commit- ment and passion” hat in Deutschland keinen der alten, ergrauten Peters-Fans mehr wirklich interessiert, „zu abge- dreht”, so der Tenor. Aber bei der Generation der unter Dreißigjährigen traf Peters mit dem kleinen Büchlein den Nerv. Auf seiner Homepage veröffentlicht Tazl stolz den Kommentar von www.tompeters.com: “We had the wonderful opportunity to check out your web site, and WOW! you have truly created a Brand for yourself – You are a person that ROCKS!”

Tazl machte im Zeitraffer seine Erfahrungen in der Hype-Phase der Internetära, “als überall das Godzilla-Syndrom herrschte und wir alle drei Wochen um 100% Mitarbeiter wuchsen.” Nach dem Scheitern der Firmen setzte er auf das Überleben als Marke, holte sich bei Tom Peters manche Anregung und machte sich selbständig.

Tazl engagierte sich fortan für Projekte, die ihn als Marke profilierten. Er baut konsequent ein Netzwerk mit gleichgesinnten Designern auf (“You are your rolodex!”), gestaltet Bildschirmhintergründe, die weltweit ihre Fans fin- den und gibt seine eigene online-Zeitschrift Orangeflow (www.orangeflow.com) heraus, im Grunde eine Duisburger Inkarnation der Idee von Peters: Brand You, erfinde Dich, konzentriere Dich auf das, wofür Du Dich ganz einsetzen kannst, gründe ein eigenes cooles Unternehmen “Me & Co”, selbst wenn Du jung bist und noch auf einer Gehaltsliste stehst.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Seit dem Limpbizkit-Leader Fred Durst auf seiner Website ein Lob über Tazl platzierte (“a sick web designer from Germany”) kommen Aufträge aus aller Welt herein und sein 50 Quadratmeter großes Wohnbüro reicht nicht mehr für eine Firmenausweitung.

[1] vgl. Jam! Jugendmagazin, 14.01.2004 und Marc Winkelmann, “Tazl im Glück”, siehe www.spiegel.de

WAZ-Artikel (2004)

Tazl & Thielen: Werbung auf allen Kanälen

Duisburger Agentur hat Limp-Bizkit-Website gemacht

„Hi, ich bin der Manager von Fred Durst, hast du Lust die Website von Limp Bizkit zu machen?“ Ein Glück, dass Martin Tazl diese E-Mail im Sommer letzten Jahres nicht für einen schlechten Scherz gehalten und gelöscht hat.
Wer zur Hölle ist Fred Durst?, hat der 30-jährige Kommunikationsdesigner damals gedacht. Ach, nur der Frontmann der zur Zeit erfolgreichsten US-amerikanischen Rockband, haben Freunde ihm am Telefon verraten. Was sie nicht wussten: Durst ist auch ein leidenschaftlicher Internet-Surfer. Dabei ist er über die Designarbeiten des Duisburgers gestolpert.

Mittlerweile ist die zweite Version der von Tazl gestalteten Website (www.limpbizkit.com) im Netz und vor zwei Wochen hat er seine Auftraggeber zum ersten Mal getroffen, beim Konzert in Düsseldorf. Die haben sich bestimmt für die von Tazl entworfene weltweit erfolgreiche „Hate Campaign“ bedankt.

Dass Durst nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch zu den meistgehassten Personen im Musikbusiness zählt, kommentiert der Rocker stets mit ausgestrecktem Mittelfinger, wo immer er eine Kamera findet. Tazls Idee: Fans können sich auf der LB-Website ein Banner ausdrucken, auf dem „It`s cool to be a hater“ steht.

An ungewöhnlichen Orten lassen sich nun wöchentlich Tausende mit ausgestrecktem Mittelfinger vor diesem Schriftzug fotografieren und schicken das Bild nach Duisburg.

„Mit einem Fingerschnipp kann man Menschen aus aller Welt erreichen“, ist Tazl von der Wirkung seiner Kampagne begeistert. Mit seinem Partner Ingo Thielen nutzt er in der frisch gegründeten Agentur TazlThielen jedoch nicht nur die Möglichkeiten moderner Kommunikationswege. Plakate, TV-Spots, Flyer – die beiden beherrschen ihr Handwerk.

Da sie Werbung made in Germany aber „langweilig“ finden, sind ihnen Aufträge aus dem Bereich Mode/Musik/Lifestyle am liebsten – „da wird verlangt, aus dem Rahmen zu fallen“.
-> www. tazlthielen.de

Rusen Tayfur
WAZ Nummer 73 Freitag, 26. März 2004

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